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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nummer 1 für tödliche Erkrankungen und Behinderungen in den USA (1). Deutschland und die USA sind hier durchaus vergleichbar. Allerdings hat in Deutschland sogar jeder 2. zwischen 35 und 64 Jahren Bluthochdruck mit Werten über 140/90, während es in den USA nur jeder 3 ist (2).

Der Lebensstil spielt hier die überwiegende Rolle und bei unauffälligem Blutdruck ist eine Ernährungsumstellung die erste Maßnahme noch vor einer medikamentösen Behandlung (3). Die Realität sieht leider so aus, dass zuerst Medikamente verschrieben werden, die Ernährung unzureichend besprochen und nun ein Leben lang Medikamente genommen werden sollen. Diese Medikamente wiederum haben Nebenwirkungen wie Erektionsstörungen, Erschöpfung und Muskelkrämpfe.

Nicht umsonst nehmen von 100 deutschen Patienten mit Bluthochdruck nur 26 ihre Medikamente (1). Interessanterweise können schon 3 Portionen Vollkorn am Tag das Risiko für einen Herzinfarkt (-15%) und Schlaganfall (-25%) genauso stark senken wie blutdrucksenkende Medikamente (4).

Generell können Änderungen des Lebensstils hier mit Medikamenten mithalten und das bei ausschließlich positiven Nebenwirkungen. Randomisierte, placebokontrollierte Studien fanden zum Beispiel heraus, dass 15g geschrotete Leinsamen bei Bluthochdruck den systolischen Blutdruck um 15 Punkte (5), 2 Tassen Hibiskustee aus fünf Teebeuteln um 7 Punkte (6) und 250ml Rote-Beete-Saft um 7,5 Punkte (7) senken können.

Auch Salzrestriktion auf maximal 6g pro Tag senkt den Blutdruck um durchschnittlich 10 Punkte (8). Auch Sport kann den Blutdruck bedeutend senken. Ausdauersport senkt den Blutdruck um durchschnittlich 9 Punkte, in Kombination mit Kraftsport sogar um 11 Punkte (9) Im Vergleich zur inaktiven durchschnittlich westlich essenden Vergleichsgruppe (132/79) haben Ausdauersportler in einer Studie einen Blutdruck von 122/72. Die rein pflanzlich essende inaktive Gruppe hat allerdings einen Blutdruck von 104/62 (10).

Gibt man Vegetariern Fleisch lässt sich ein direkter Anstieg des Blutdrucks feststellen (11). Vegetarier weisen eine niedrigere (-55%) Wahrscheinlichkeit auf Bluthochdruck zu bekommen, rein pflanzlich essende Menschen sogar eine noch geringere Wahrscheinlichkeit (-75%). Der optimale Blutdruck liegt bei 110/70 und lässt sich in jedem Alter ohne Medikamente erreichen (12).





Literatur:

1: The preventable causes of death in the United States: comparative risk assessment of dietary, lifestyle, and metabolic risk factors.

2: Epidemiologie – Hypertonie: Deutschland ist der Spitzenreiter

3: Dietary approaches to prevent and treat hypertension: a scientific statement from the American Heart Association.

4: Effect of increased consumption of whole-grain foods on blood pressure and other cardiovascular risk markers in healthy middle-aged persons:

a randomized controlled trial

5: Potent antihypertensive action of dietary flaxseed in hypertensive patients.

6: Hibiscus sabdariffa L. tea (tisane) lowers blood pressure in prehypertensive and mildly hypertensive adults.

7: Dietary nitrate provides sustained blood pressure lowering in hypertensive patients: a randomized, phase 2, double-blind, placebo-controlled study.

8: Effects of a low salt diet on isolated systolic hypertension: A community-based population study.

9. Exercise Training for Blood Pressure: A Systematic Review and Meta‐analysis

10: Long-term low-calorie low-protein vegan diet and endurance exercise are associated with low cardiometabolic risk.

11: The Relation of Protein Foods to Hypertension.

12: Blood Pressure amongst aboriginal ethnic Groups of Szechwan Province, West China

Cholesterin

Es gibt verschiedene Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenembolien führen. Dazu zählen Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes Typ II, Bauchfett, Stress, geringer Konsum von Obst und Gemüse, sowie eine Mangel an täglicher Bewegung.

Der wichtigste Risikofaktor ist jedoch eine hoher Gesamtcholesterinspiegel und ein hoher Spiegel des „schlechten“ LDL-Cholesterins (1) (2). Das liegt daran, dass Cholesterin zwar für den Körper lebensnotwendig ist und er es daher in geringen Mengen selber herstellt, es aber auch der Hauptbestandteil der atherosklerotischen Plaques ist, die schon die Gefäße unserer Kinder verstopfen (3) (4).

Wenn der Cholesterinspiegel niedrig genug ist, kann es sich schlichtweg nicht in den Gefäßen absetzen. Welche Blutwerte werden also als sicher angesehen? Das Gesamtcholesterin sollte zwischen 90 & 140 mg/dl liegen und das LDL-Cholesterin zwischen 50 & 70 mg/dl (5). Um solche Werte zu erreichen sollte man zuerst die Zufuhr von Cholesterin über Lebensmittel stoppen.

Dafür lässt man alle tierischen Lebensmittel weg. Der Cholesterinspiegel erhöht sich ebenfalls bei der Zufuhr von gesättigten Fetten und Transfetten. Diese senkt man meistens automatisch mit, wenn man tierische Lebensmittel und zusätzlich noch stark verarbeitete pflanzliche Lebensmittel wie z.B. Chips weglässt (6).

Sollte dies noch nicht ausreichen gibt es eine Reihe von pflanzlichen vollwertigen Lebensmitteln, die den Cholesterinspiegel weiter senken. Dazu gehören z.B. Nüsse (7), Avocados (8), Äpfel (9), Kreuzblütengewächse (10) oder Amla (11). Auch der Umstieg auf Filterkaffee, Instantkaffee, Kaffee mit wenig Cafestol oder der Verzicht auf Kaffee können sinnvoll sein (12). Die einzigen pflanzlichen Lebensmittel, die gesättigte Fette enthalten und somit negativ sein können sind übrigens Kokosprodukte, Kakaoprodukte und Palmöl (13). Eine solche vollwertig pflanzliche Ernährung senkt übrigens nicht nur bedeutend ihren Cholesterinspiegel, sondern verbessert auch die anderen Risikofaktoren wie Stress (14), Diabetes Typ II (15), hohen Blutdruck (16) und Bauchfett (17). Außerdem verringern Sie damit auch ihr Risiko an Alzheimer und vaskulärer Demenz zu erkranken, denn durch verstopfte Gefäße kommt nicht mehr genügend Sauerstoff ins Gehirn (18) (19) (20) (21).

Auch ihr Risiko für diverse Krebserkrankungen wie Magen-, Dickdarm-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen-, Brust-, Nieren-, Blasen-, Speiseröhren- und Gebärmutterkrebs wird durch einen niedrigen Cholesterinspiegel verringert (22) (23) (24) (25). Auch Rücken-, Gesäß-, oder Beinschmerzen können durch, mit Cholesterin verstopfte, Gefäße ausgelöst werden (26) (27) (28) (29) (30) (31).  

Auch Krafttraining mit moderater Intensität oder Ausdauertraining mit moderater oder sehr hoher Intensität können helfen den Gesamtcholesterinspiegel- und die Triglyceride zu senken (32). Die gute Nachricht hier ist, dass der Körper verstopfte Gefäße ohne Medikamente oder Operationen selber wieder öffnen kann, wenn die Ernährung gesund genug und der Cholesterinspiegel niedrig genug ist. Und das in jedem Alter (33) (34).

Literatur:

1: Optimal low-density lipoprotein is 50 to 70 mg/dl: lower is better and physiologically normal.

2: Facts and principles learned at the 39th Annual Williamsburg Conference on Heart Disease

3: Early detection of high cholesterol levels in young adults.

4: The case for treating hypercholesterolemia at an earlier age: moving toward consensus.

a randomized controlled trial

5: Optimal low-density lipoprotein is 50 to 70 mg/dl: lower is better and physiologically normal.

6: Tolerable upper intake levels for trans fat, saturated fat, and cholesterol.

7: Nut consumption and blood lipid levels: a pooled analysis of 25 intervention trials.

8. Impact of avocado-enriched diets on plasma lipoproteins: A meta-analysis.

9: Apple Polyphenols Influence CholesterolMetabolism in Healthy Subjects with RelativelyHigh Body Mass Index

10: Effects of kale (Brassica oleracea L. var. acephala DC) leaves extracts on the susceptibility of very low and low density lipoproteins to oxidation.

11: A comparative clinical study of hypolipidemic efficacy of Amla (Emblica officinalis) with 3-hydroxy-3-methylglutaryl-coenzyme-A reductase inhibitor simvastatin.

12: Cafestol extraction yield from different coffee brew mechanisms

13: Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans.

14: A multicenter randomized controlled trial of a nutrition intervention program in a multiethnic adult population in the corporate setting reduces depression and anxiety and improves quality of life: the GEICO study.

15: A low-fat vegan diet and a conventional diabetes diet in the treatment of type 2 diabetes: a randomized, controlled, 74-wk clinical trial.

16: Dietary approaches to prevent and treat hypertension: a scientific statement from the American Heart Association.

17: The BROAD study: A randomised controlled trial using a whole food plant-based diet in the community for obesity, ischaemic heart disease or diabetes.

18: Atherosclerosis and Alzheimer--diseases with a common cause? Inflammation, oxysterols, vasculature.

19: Changes in brain oxysterols at different stages of Alzheimer's disease: Their involvement in neuroinflammation.

20: Oxidized cholesterol as the driving force behind the development of Alzheimer's disease.

21: Cholesterol, 24-Hydroxycholesterol, and 27-Hydroxycholesterol as Surrogate Biomarkers in Cerebrospinal Fluid in Mild Cognitive Impairment and Alzheimer's Disease: A Meta-Analysis.

22: Dietary intakes of carotenoids and other nutrients in the risk of nasopharyngeal carcinoma: a case-control study in Italy.

23: Association between cholesterol intake and pancreatic cancer risk: evidence from a meta-analysis.

24: Dietary cholesterol intake and cancer.

25: Cholesterol consumption and risk of endometrial cancer: a systematic review and dose-response meta-analysis of observational studies.

26: Back pain and risk of fatal ischaemic heart disease: 13 year follow up of Finnish farmers.

27: Is Chronic Low Back Pain Associated with the Prevalence of Coronary Heart Disease when Genetic Susceptibility Is Considered? A Co-Twin Control Study of Spanish Twins

28: Assessing the relationship between chronic pain and cardiovascular disease: A systematic review and meta-analysis.

29: MR aortography and serum cholesterol levels in patients with long-term nonspecific lower back pain.

30: Serum lipids in relation to sciatica among Finns.

31: Atherosclerosis and disc degeneration/low-back pain--a systematic review.

32: Differential Effects of Aerobic Exercise, Resistance Training and Combined Exercise Modalities on Cholesterol and the Lipid Profile: Review, Synthesis and Recommendations

33: A strategy to arrest and reverse coronary artery disease: a 5-year longitudinal study of a single physician's practice.

34: Intensive lifestyle changes for reversal of coronary heart disease.

 

 

 

 

 

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