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Sonstige Gesundheitshemen

Bleivergiftung

Blei gehört zu den sogenannten Spurenelementen, genauso wie z.B. Zink und Selen. Die letztgenannten sind für viele Körperfunktionen überaus wichtig, doch manche Spurenelemente wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen sind schon in geringen Mengen giftig für uns.

Im Jahre 1894 gab es in den USA den ersten Bericht über Bleivergiftungen bei Kindern, weswegen viele europäische Staaten die Verwendung von Bleifarbe schon 1909 verboten. In den USA dauerte dies bis 1978, aufgrund von massiver Lobbyarbeit der amerikanischen Bleiindustrie. Folgen einer Bleivergiftung bei Kindern sind unter anderem Gehirnschäden, Senkung der Intelligenz, Verminderte Kreativität und Urteilsfähigkeit, sowie Aufmerksamkeitsprobleme und Leseschwäche.

Zur Bleibelastung trägt unter anderem die Kontamination der Umwelt durch bleihaltige Kraftstoffe und Anstriche aus früheren Zeiten bei. Auch Rohrleitungen mit Bleiwandung, z.B. in der Wasserversorgung können den Bleigehalt im Blut erhöhen. Die Bleiwerte im Blut sind zwar rückgängig, dennoch können auch niedrig-normale Blutwerte toxisch sein.

Etwa 90% des Bleibestandes im Körper liegt dabei allerdings in den Knochen vor und weil Blei erst seit der Industrialisierung aus den Tiefen der Erdkruste gefördert wird, liegt die Bleikonzentration in Skeletten von vor 1000 Jahren rund 1000-mal niedriger als heute. Das, was heutzutage niedrig-normal gilt, ist eigentlich 1000-mal höher als normal.

Es überrascht also nicht, dass die heute akzeptierten Grenzwerte immer noch zu hoch sind und es keine sichere Grenze gibt, da selbst die „sicheren Grenzwerte“ mit neurologischen Entwicklungsstörungen einhergehen. Akute Bleivergiftungen kommen heute hauptsächlich bei Arbeitern der Metallindustrie vor, doch eine chronische Bleivergiftung resultiert aus dem Herauslösen des Bleis aus unseren Knochen.

Im Jahr 2003 lag der mittlere Gehalt an Blei im Vollblut von Kindern bei 16,3 µg/l, wobei der Grenzwert bei 10 µg/l liegt. Doch wie bereits angesprochen sind auch Werte von durchschnittlich 1,09 µg/l bei Erwachsenen nicht sicher, da sie mit einem erhöhten Auftreten von Gicht assoziiert sind.

Aufgrund verschiedener Verbote von bleihaltiger Farbe, in Kraftstoff oder in Wasserleitungen ist zu erwarten, dass die Bleiwerte weiter sinken, doch aufgrund der Speicherung im Knochen stammt ein Großteil des Bleis im Blut aus einer Zeit, in der all dies noch nicht verboten war. Daher macht es Sinn sich anzugucken, wie man die Bleiblutwerte senken kann.

Der gängige Weg einer Schwermetallvergiftung her zu werden ist über eine Chelattherapie. Im Fall einer Bleivergiftung funktioniert das auch bei Werten von über 45 µg/l, darunter allerdings nicht.

Ein funktionierender Weg ist über die Nahrung, selbst wenn Getreide und Gemüse heutzutage aufgrund der sauren Böden die größten Gehalte an Blei aufweisen. Davon werden allerdings nur 1-10% absorbiert und Pflanzen produzieren sogenannte Phytochelate, welche Blei binden können.

Einerseits ist eine fettreiche Ernährung mit erhöhten Bleiwerten assoziiert, andererseits senkt Essen im allgemeinen die Bleiwerte im Blut. Für Kinder mit Bleivergiftung wird daher empfohlen auf jeden Fall zu frühstücken, aber auch gesunde Zwischenmahlzeiten und Hände waschen vor dem Essen ist sinnvoll.

Als Frühstück bietet sich hier ein Müsli mit Soja- oder Hafermilch und Vollkorngetreide an, da tierische Milch die Bleikonzentrationen im Blut erhöht, während Vollkorngetreide die Werte senkt. Dies liegt wohl einerseits am Phytingehalt im Vollkorngetreide, aber auch am Gehalt an Vitamin B1 und den Ballaststoffen, für die eigene Effekte möglich sind.

Auch Tofu ist aufgrund seines hohen Gehalts an Phytinsäure und Calcium in der Lage die Bleiwerte zu senken. Calcium Nahrungsergänzung funktioniert allerdings nicht. Einige weitere Lebensmittel wie Tomaten, Beeren, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Ingwer oder grüner Tee haben in Studien mit Ratten und Mäusen zu positiven Effekten geführt, sind generell sehr gesund und sollten daher generell auf dem Speiseplan stehen. Ein Lebensmittel mit nachgewiesenem Effekt bei Menschen ist Knoblauch. Dabei reichen schon 2 Knoblauchzehen pro Tag über 1 Monat lang, um einen Effekt zu erzielen, der größer ist, als bei einem typischen Schwermetallmedikament, sondern all das auch noch ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Außerdem hat Knoblauch weitere positive gesundheitliche Effekte in Bezug auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Weiterhin verbessert Knoblauch zusammen mit Zwiebeln die Aufnahme von Eisen und Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln. Auch 1000 mg Vitamin C helfen den Bleispiegel zu reduzieren, während 200mg nicht ausreichen. 1000 mg Vitamin C findet man z.B. in 3 Paprikas, aber auch andere Lebensmittel wie Beeren, Kreuzblütengewächse oder Obst enthalten Vitamin C.

Getränke

Blasenkrebs ist z.B. der vierthäufigste Krebs in Deutschland und das Risiko kann für jedes Glas Flüssigkeit um 7% reduziert werden (vgl. Michaud et al., 1999). Auch das Auftreten von tödlichen Herzerkrankungen ist bei Aufnahme von fünf Gläsern Wasser im Vergleich zu zwei Gläsern Wasser täglich um 50% reduziert (vgl. Chan et al., 2002). Diese Ergebnisse stammen aus der Adventist Health Study, das heißt sie wurden mit Menschen durchgeführt, die sowieso schon sehr gesund leben. Allerdings wurden Faktoren wie Körperliche Aktivität und Ernährung herausgerechnet, was es wahrscheinlich macht, dass das Wasser selbst diesen Effekt bewirkt. Chronische Dehydrierung ist mit vielen negativen Gesundheitsfolgen assoziiert. Dazu gehören unter anderem ein erhöhtes Auftreten von Stürzen, Frakturen und Hitzschlagtodesfällen bei älteren Menschen, Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Harnsteine, Blasen- und Darmkrebs, Blasenentzündungen, Verstopfungen, Karies, Kataraktbildungen im Auge, trockener Mund und eine verringerte Immunabwehr (vgl. Benelam & Wyness, 2010).

Auch trockene Augen können durch Dehydratation ausgelöst (vgl. Walsh et al., 2012), aber auch rückgängig gemacht werden (vgl. Fortes et al., 2011). Ausgehend von den Empfehlungen internationaler Gremien empfiehlt es sich mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag aufzunehmen, unabhängig davon wie viel Wasser in den Lebensmitteln, die wir essen, enthalten ist. Zu diesen zwei Litern am Tag zählt auch Kaffee, obwohl es gesündere Alternativen gibt, wie ich später noch zeigen werde. Starke alkoholische Getränke oder Wein entziehen dem Körper mehr Wasser, als sie ihm zuführen, bei Bier ist das allerdings nicht der Fall.

Neben Wasser gehört grüner Tee zu den gesündesten Getränken. Obwohl bei vielen Erkrankungen noch Forschungsbedarf besteht, so kann man schon heute sagen, dass Grüner Tee vielversprechende Effekte bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz (vgl. Cascella et al., 2017), Osteoporose (vgl. Guo et al., 2017), Diabetes Typ II (vgl. Fu et al., 2017), Multiple Sklerose (vgl. Bagur et al., 2017), Krebs (vgl. Guo et al., 2017), Herzerkrankungen, Stress, Mundgesundheit, Immunabwehr (Pastoriza et al., 2017) und Blasenentzündungen (vgl. Reygaert & Jusufi, 2013) zeigt. Grüner Tee ist außerdem das wohl beste Mundwasser, weil es antimikrobielle Wirkungen aufweist (vgl. Awadalla et al., 2011; Sarin et al, 2015; Lin et al, 2014).

Sogar im Vergleich mit Chlorhexidin, dem effektivsten Mundwasser gegen Zahnfleischentzündungen und Plaque schlägt sich grüner Tee besser (vgl. Balappanavar et al., 2013). Mal ganz abgesehen davon, das Chlorhexidin wahrscheinlich toxisch für unsere Gene ist (vgl. Ribeiro, 2008). Aufgetragen auf die Haut oder als Fußbad, kann grüner Tee bei Fußpilz (vgl. Ikeda et al., 2013) oder Akne (vgl. Elsaie et al., 2009; Saric, 2016) helfen. Unsere guten Darmbakterien werden nach aktuellem Kenntnisstand, von den antimikrobiellen Wirkungen von grünem Tee allerdings verschont (vgl. Yiannakopoulou, 2012) oder sogar gefördert (vgl. Jin et al., 2012).

Grüner Tee enthält allerdings auch das toxische Spurenelement Blei, da die Teepflanze dies aus dem Boden aufsaugt. Auch Bio Tee enthält nicht weniger Blei (vgl. Schwalfenberg et al., 2013). Der Ursprung des Tees ist hier von wichtigerer Bedeutung. Nicht schwangere Erwachsene können ohne Bedenken chinesischen und japanischen grünen Tee trinken oder drei (chinesisch), bzw. acht (japanisch) Teelöffel grünen Tee essen (z.B. in Form von Matcha oder im Smoothie).

Kinder sollten sich auf vier Gläser getrunkenen Grünen Tee beschränken, bzw. einen (chinesisch) oder zwei (japanisch) Teelöffel gegessenem Tee. Dies liegt allerdings nicht am Blei, sondern an der maximal empfohlenen Menge Koffein. Schwangere Frauen sollten aufgrund des Bleigehalts und der Fähigkeit von grünem Tee Folsäure zu binden nur eine Tasse pro Tag konsumieren. Auch Menschen mit schweren Herzproblemen oder einem Ulkus sollten den Teekonsum mit ihrem Arzt absprechen. Das Hinzufügen von Milch (vgl. Lorenz et al., 2007) oder Sojamilch (vgl. Egert et al., 2013; Rashidinejad et al., 2017) zu schwarzem und grünem Tee verhindert die positiven Effekte in Bezug auf die Herzgesundheit.

Es gibt ein Getränk, welches eine größere antioxidative Kapazität besitzt, als pulverisierter Grüner Tee (Matcha).

Es ist Hibiskus Tee (Carlsen et al., 2010). Innerhalb einer Stunde nach dem Konsum steigt das antioxidative Level des Blutes an (vgl. Frank et al., 2012). Genauso effektiv wie der führende ACE-Hemmer Captopril ist Hibiskus Tee außerdem bei der Reduktion von Bluthochdruck (vgl. Herrera-Arrellano et al., 2004; Serban et al., 2015). In einer Studie sollten dafür zwei Tassen Hibiskus Tee pro Tag, zubereitet mit fünf Teebeuteln getrunken werden (vgl. McKay et al., 2010).

Aufgrund des hohen Säuregehalts von Hibiskus Tee empfiehlt es sich, den Mund nach dem Konsum auszuspülen, genauso wie im Übrigen nach Smoothies (vgl. Chu et al., 2010). Im Allgemeinen sollte man aufgrund des Aluminiumgehalts und des Mangangehalts in Hibiskus Tee nach aktuellen Kenntnissen vorsichtshalber nur einen Liter pro Tag trinken (vgl. Malik et al., 2013). Ich würde Ihnen empfehlen, Wasser, grünem Tee und Hibiskus Tee zur Hauptquelle von Flüssigkeit neben viel Obst und Gemüse zu machen.

Hefeflocken

Haben sie schon mal davon gehört, dass man Hefeflocken zur Prävention von Erkältungen benutzen kann? Wahrscheinlich nicht.

Dabei gibt es einige interessante Studien zu diesem Thema. Dabei haben sich positive Effekte durch in Hefeflocken vorkommende Beta-Glucane und Ballaststoffe gezeigt.
Es ist bekannt, dass Stress das Immunsystem schwächen kann und Erkältungen dann öfter vorkommen und länger andauern.

In einer Studie von 2012 gab man moderat gestressten Frauen 250mg Beta-Glucane, extrahiert aus Hefeflocken als Supplements oder einen Placebo. Nach 12 Wochen verbesserten sich die Stimmung und Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege in der Gruppe mit dem Supplement. (Talbott, 2012).

Doch nicht nur Stress kann das Immunsystem schwächen, sondern auch eine hohe sportliche Aktivität, wie sie z.B. bei Athleten vorkommt. Während 6-minütiges rumlaufen bei Kindern die Anzahl von Immunzellen im Blut um mehr als ein Drittel erhöht (Schwindt et al., 2007), kann eine intensive Trainingsbelastung das Immunsystem schwächen. Gibt man nun Athleten ebenfalls das Supplement, welches bei den gestressten Frauen benutzt wurde konnten sie ihre Anzahl von Immunzellen nach einem Training besser stabil halten (Carpenter et al., 2013).

Den gleichen Effekt wie bei den gestressten Frauen fand man bei Marathon Läufern. Sie hatten weniger Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege und ihre Stimmung verbesserte sich.
Doch funktioniert das auch, wenn wir nicht Marathon Läufer oder besonders gestresst sind?
Dazu ein klares Ja. Das Auftreten von Erkältungen konnte in einer Studie um 25% verringert werden und wenn die Probanden krank wurden hatte sie weniger erkältungstypische Schlafprobleme (Auinger et al., 2013). In einer weiteren Studie kam es zu weniger Fällen von Erkältungen und die typischen Erkältungssymptome wie „wunder Hals“, Schluckprobleme, Heiserkeit und „laufende Nase“ wurden abgeschwächt (Graubaum et al., 2012).
Alle diese Studien weisen auf eine verbesserte Immunabwehr und eine erhöhte Erkältungsprävention durch Hefe Beta-Glucane und Ballaststoffe hin. Sie können diese Effekte erreichen, wenn sie pro Tag einen halben bis vollen Esslöffel Hefeflocken essen. Zum Beispiel im morgendlichen Müsli fällt das gar nicht auf.
Außerdem enthalten Hefeflocken viele Vitamine des B-Komplexes und Zink.

Probieren sie es aus!
Patienten mit Gicht oder Nierensteinen sollten sich aufgrund der hohen Purinmenge in Hefeflocken auf weniger als einen Teelöffel am Tag beschränken. Doch selbst dann können sich Effekte zeigen.

Ingwer

Heute möchte ich ihnen etwas über die gesundheitlichen Wirkungen des allgemein bekannten Gewürzes Ingwer erzählen. Genauso wie Kurkuma gehört auch Ingwer in die botanische Familie der Ingwergewächse. Es ist also nicht erstaunlich, dass beide Pflanzen eine enorme Heilkraft auswirken können.

Vielen dürfte Ingwertee bei Erkältungen ein Begriff sein, doch Ingwer kann noch mehr. Wussten sie z.B., dass Ingwer bei Problemen während der Menstruation helfen kann? Wenn sie 1/4 Teelöffel Ingwerpulver jeweils während der ersten drei Tage der Blutungen nehmen, reduziert er nicht nur die Schmerzintensität, sondern auch die Schmerzdauer. Und der Effekt nimmt von Zyklus zu Zyklus zu. Außerdem halbiert er die Blutungsmenge und hilft damit einem Eisenverlust durch das Blut vorzubeugen. Ingwer hat damit das Potenzial bei einem Leiden zu helfen, von dem knapp 90% der Frauen betroffen sind.
Dabei funktioniert es genauso gut wie Antirheumatika oder Ibuprofen, bei nur wenigen Cent pro Dosis. Und auch bei einem sogenannten prämenstruellen Syndrom lindert 1/8 Teelöffel Ingwerpulver 2x am Tag in der Woche vor Beginn der Blutungen sämtliche Symptome.

1/4 Teelöffel Ingwerpulver kann auch bei Migräne helfen. Generell eingenommen kann es das Auftreten einer Migräne verhindern, aber auch wenn die Migräne bereits angefangen hat hilft er genauso gut wie herkömmliche Migränemedikamente. Genauso bei Schmerzen, die gemeinsam mit einer Arthroseerkrankung auftreten.
Wir vom Schmerztherapiezentrum Hannover wissen zwar, dass in den meisten Fällen nicht die Arthrose selbst ursächlich für die Schmerzen ist, aber dass eine Arthrose immer auch mit einer Entzündung einhergeht.

Das ist wohl der Grund, warum 1/2 Teelöffel Ingwerpulver am Tag die Schmerzen genauso gut lindern können wie eine medikamentöse Behandlung mit Ibuprofen.
In der Schwangerschaft hilft die gleiche Dosis am Morgen gegen die sogenannte Morgenübelkeit.
Auch bei Bewegungsschwindel, z.B. im Auto kann Ingwer helfen. Daher ist es eine nette Geste, wenn man unter Übelkeit leidenden Mitpassagieren ein paar Ingwerstücke aus dem Handschuhfach anbieten kann. Mitunter könnte es sogar das Interior des Autos vor Schäden bewahren.
Das Kochen mit Gewürzen wie Ingwer, Kurkuma oder Rosmarin kann sogar unsere DNA vor Schäden bewahren. Generell würde ich ihnen empfehlen mit Gewürzen Geschmack an ihr Essen zu bringen und ihren Salzkonsum zu minimieren.

Salz/Natriumchlorid

Natrium ist ein chemisches Element, welches für die menschliche Gesundheit von außergewöhnlicher Bedeutung ist. Erst im Januar 2017 hat die deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre Empfehlungen bezüglich der Natrium-, Chlorid- und Kaliumaufnahme geändert. Sie empfiehlt nun, genau wie die American Heart Association maximal 1,5g Natrium (6g Salz) aufzunehmen (AHA, 2013).

Laut überarbeiteten Daten des Max Rubner Instituts zur nationalen Verzehrstudie von 2013 nehmen die Deutschen rund 3,6g Natrium täglich zu sich. Diese Überschreitung von mehr als 200% trägt zu vielen gesundheitlichen Problemen bei.

Dazu zählen unter anderem ein erhöhter Blutdruck, ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle, Nierensteine, Osteoporose, Insulinresistenz (Diabetes Typ 2), Autoimmunerkrankungen, Demenz und Krebs. Wie lässt sich das feststellen? Das Thema ist mittlerweile sehr gut wissenschaftlich erforscht.
In der sogenannten INTERSALT Studie von 1988 prüften Wissenschaftler 10000 Angehörige von 52 Völkern aus der ganzen Welt. Je mehr Natrium sich im Urin der Leute befand, umso höher war ihr Blutdruck. In den sogenannten trials of hypertension Studien (Cook et al. 2007) wurden 3000 Teilnehmer zwischen 30 und 54 Jahren mit hoch-normalem Blutdruck dazu angehalten ihren Salzkonsum zu senken.

Diejenigen, die ihren Konsum um 1g Natrium (2,5g Salz) senkten erlitten in den nächsten 15 Jahren 30% weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herztode und Operationen an den Herzkranzgefäßen. Laut WCRF (World Cancer Research Found) erhöht ein hoher Konsum von gesalzenen und geräucherten Lebensmitteln das Risiko an Magenkrebs zu erkranken (WCRF, 2007).

Dies liegt wahrscheinlich nicht nur um Salz selbst, sondern auch an den gesalzenen und gepökelten Lebensmitteln selbst, da es sich hier meistens um Fisch, Fleisch oder Wurst handelt. Für Fleisch und Wurst selbst kann auch in unbearbeiteten Zustand von einer Erhöhung des Risikos für Dickdarmkrebs ausgegangen werden.

Dies sagt nicht nur der WCRF, sondern auch die WHO. Auch Autoimmunerkrankungen könnten durch hohen Salzkonsum begünstigt werden. In einer Studie an der Yale University wurden menschlich Zellen mit Kochsalz behandelt. Diese reagieren mit einem übermäßigen Anstieg von sogenannten TH17-Immunzellen (Kleinewietfeld et al., 2013). Diese Zellen schützen den Körper vor diversen Krankheitserregern, können aber auch eigene Zellen angreifen.

Außerdem erhöht Natrium die Calciumausscheidung über den Urin, was Calciumsteine in den Nieren fördert. Bei geringer Calciumzufuhr kann eine durch Natrium ausgelöste erhöhte Calciumausscheidung auch zum Verlust von Knochenmasse und somit zu Osteoporose beitragen. 1,2g Calcium pro Tag sind allerdings völlig ausreichend.
Doch wie kann ich meinem Salzkonsum senken?

Das ist viel einfacher als sie denken! Essen sie keine Fertigprodukte und bevorzugen sie ganze pflanzliche Lebensmittel. Stellen sie Saucen, Aufstriche o.ä. einfach selbst her. Rezepte finden sie im Internet genug. Salzen sie nicht beim Kochen, sondern erst auf ihrem Teller. So werden sie auch nie wieder ein versalzenes Gericht servieren. Zusätzlich können sie sogenanntes Blutdrucksalz benutzen. Dies hat 50% weniger Natrium und dafür mehr Kalium, welches ihrer Gesundheit zusätzlich zu Gute kommt. Probieren sie es aus!

Vitamin D

Heute möchte ich ihnen etwas zum Thema Vitamin D erzählen. Vitamin D ist allerdings gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Das sonnenabhängige Vitamin D wird von der Haut bei Sonneneinstrahlung (UV-B Strahlen) aus Cholesterin gebildet. Vitamin D beeinflusst die Funktionen zahlreicher Organe und Gewebe in unserem Körper.

So z.B. die Bauchspeicheldrüse, die Blutgefäße, das Gehirn, das Herz und die Immun- und Muskelzellen. Von vielen Ärzten und der DGE noch immer ignoriert wird die Tatsache, dass Deutschland ein Vitamin D Mangelland ist. Der durchschnittliche Vitamin D-Spiegel in Deutschland beträgt 16 ng/ml Blut. Ab einem Wert von unter 20 ng/ml spricht man von einem Vitamin D Mangel.

Der Mangel entsteht dadurch, dass wir uns in Deutschland auf der Nordhalbkugel unseres Planeten befinden. Im Zeitraum von Oktober bis März steht die Sonne schlichtweg nicht hoch genug am Himmel, um unsere Haut mit UV-B Strahlen der richtigen Wellenlänge zu versorgen. Außerdem ist Vitamin D nur begrenzt speicherbar. Nach 2-3 Wochen hat sich der Spiegel bereits halbiert. Des Weiteren kann die Haut ab einem Lichtschutzfaktor von 8 kein Vitamin D mehr bilden. Aber auch Medikamente können ihren Vitamin D-Spiegel beeinflussen.

Welche Erkenntnisse gibt es zu Vitamin D? Für eine gesunde Knochenentwicklung und Knochenerhaltung ist ein Spiegel von 30 ng/ml erforderlich. Es wird unter anderem benötigt, um Calcium aufzunehmen. Seinen Calciumbedarf sollte man allerdings aus pflanzlichen Quellen beziehen, da z.B. Milchprodukte die Synthese von Calcitriol senken. Calcitriol ist die aktivste und stärkste Form des Vitamin D und wird in den Nieren gebildet. Vitamin D kann außerdem den Blutdruck bei Bluthochdruck senken und wirkt Arteriosklerose entgegen.

Es senkt damit das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Ein Mangel an Vitamin D ist außerdem ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2. Auch bei Multiple Sklerose und entzündlichen Darmerkrankungen kann Vitamin D die Häufigkeit und Schwere der Schübe verbessern und schützt davor überhaupt erst zu erkranken.

Weitere positive Effekte gibt es in Bezug auf Erkältungen, Allergien, Asthma, und sogar Brust- und Darmkrebs. Die präventiven und therapeutisch wirksamen Einflüsse von Vitamin D haben sie ab einem Spiegel von 40-60 ng/ml. Dies ist übrigens auch der Spiegel, der sich bei Naturvölkern in Afrika mit viel Sonneneinstrahlung messen lässt. Sie können ihren 25-Hydroxy Vitamin D (Calcidiol) Spiegel beim Arzt für ca. 28€ bestimmen lassen oder dies mit einem Selbsttest von z.B. Medivere tun. Danach sollten sie in Absprache mit ihrem Arzt einen Zielwert von mindestens 40-60 ng/ml anpeilen. Informationen darüber erhalten sie allerdings auch bei uns in der Praxis.


Rechtlicher Hinweis:

Ich habe mein Informationsangebot sorgfältig erwogen und geprüft.

Nach bestem Wissen und Gewissen stellen ich Ihnen meine persönlichen Erkenntnisse, Erfahrung und das Wissen aus wissenschaftlichen Studien zur Verfügung.

Dennoch muss ich Sie auf folgende rechtliche Hinweise aufmerksam machen:

Das Informationsangebot der Gesundheitspraxis Dominik Machner dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt.

Die von mir zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen verwendet werden.

Die Inhalte dienen ausschließlich der Hilfe zur Selbsthilfe bei Wohlbefindlichkeitsstörungen.

Eine Behandlung von Krankheiten im medizinischen Sinne findet nicht statt. Wir weisen außerdem ausdrücklich darauf hin dass ich mit meinen Inhalten keine Erfolgszusagen mache. Wenn meine Inhalte fälschlicherweise den Eindruck erwecken sollten, dass ein Erfolg zu erwarten ist, weisen ich Sie ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht der Fall ist.

 

 

 

 

 

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